Posts mit dem Label Winter werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Winter werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 17. Juli 2016

Willkommen in den vorgezogenen Herbstferien!

Du meine Güte, seit einer Woche habe ich nun Sommerferien und habe doch fast jeden Tag den Eindruck, es handelt sich um vorgezogene Herbstferien: Ich sitze hier am frühen Morgen, bin eingehüllt in meine Flauschdecke und neben mir dampft eifrig eine heiße Milch mit Honig.

War das nicht letztes Jahr anders? Ja, doch, ich kann mich genau erinnern: Die Flauschdecke war letztes Jahr um diese Zeit schon längst in die Winter-Ecke verbannt, mein Haar wurde sanft vom kleinen USB-Ventilator an meinem Laptop durchwuschelt und ich genoss einen Pfirsisch-Eistee...

Deshalb habe ich mir heute überlegt, dass ich euch ein Rezept für quasi beide "Jahreszeiten" präsentiere: Bei Herbstgefühlen und super zur heißen Milch passt mein heutiges Küchlein am besten noch lauwarm (ihr könnt ihn auch einfach in das Heißgetränk eurer Wahl eintauchen!) - bei akuter Sommerhitze holt ihr euch einfach ein Stückchen aus dem Kühlschrank oder kurz angefroren aus dem Tiefkühler.

So oder so: Ihr werdet dieses Küchlein LIEBEN, denn es handelt sich um das Beste aus drei Backwelten: Cookies mit weichem Kern, knackigen Oreos und einem fluffigen Brownie - Danke an Svenja, ohne die ich dieses tolle Rezept in der Lecker Bakery mit Sicherheit übersehen hätte! 

Brownies mit versunkenen Oreos und Cookie-Boden

für den Cookie-Teig:
50 g Schokotropfen
125 g weiche Butter
175 g Zucker
1 Ei
175 g Mehl
1 TL Backpulver

für den Brownie-Teig:
200 g Zartbitter-Kuvertüre
250 g Butter
3 Eier
75 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
75 g Mehl
1 Prise Salz

12-14 Oreokekse

So geht's:

1. Schlagt die weiche Butter mit dem Zucker schaumig auf und gebt dann das Ei dazu. Rührt nun das Mehl, das Backpulver und die Schokotropfen unter und verteilt den Cookieteig in einer rechteckigen Form (meine ist ca. 20x30cm groß), die ihr vorher mit Backpapier auslegt.

2. Verteilt nun die Oreos gleichmäßig auf dem Cookieteig und heizt schon einmal den Backofen auf 175° (Ober-/Unterhitze) vor.


3. Lasst die Kuvertüre mit dem Päckchen Butter über dem Wasserbad schmelzen. In der Zwischenzeit verrührt ihr schon einmal die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker in einer separaten Schüssel. Gebt nun das Butter-Schokolade-Gemisch dazu und verrührt es kurz. Nun rührt ihr nur noch das Mehl und das Backpulver mit der Prise Salz unter.

4. Gießt den Brownieteig nun einfach über die Oreos und ab damit in den Ofen. Backt eure Brownies für 35 Minuten und genießt sie (je nach Jahreszeit) entweder noch warm oder ausgekühlt nach ein paar Stunden Kühlschrank.






Sonntag, 31. Januar 2016

Mit Granatapfel, Schoki und Vanille gegen den Winter-Blues

Für den ein oder anderen Schüler hat er spätestens am Freitag mit der Herausgabe der Halbjahreszeugnisse begonnen - der Winter-/Schlechtwetter-/"Oh mein Gott, schaff ich die Versetzung"-Blues...

...deshalb habe ich mir heute ganz fest vorgenommen, euch (und vielleicht auch ein bisschen mich) aus dem trüben Muff an diesem Wochenende herauszuholen - WIE? Na ganz klar nicht mit pseudomäßig aufmunternden Phrasen, sondern mit meinem persönlichen Highlight - dem Vorläufer aller Zeugnisbemerkungen und ein bei uns an der Schule doch immer seltener werdendes Gut - den Klassenbucheinträgen.

Und das soll witzig sein? Auf jeden Fall, zumindest, wenn ich mir meine Sammlung an Sprüchen anschaue, die ich über die Jahre so aufgeschnappt oder in Vertretungsstunden aus den Klassenbüchern fremder Klassen abgepinnt habe - am Schluss verrate ich euch dann auch noch meinen Lieblingseintrag, den ich tatsächlich einmal so aufschreiben musste!

Bei den meisten dieser Einträge kann man davon ausgehen, dass vorab schon einige Male ermahnt wurde - so schnell landet man nicht im Klassenbuch - dennoch liest sich diese Ansammlung an "Straftaten" doch sehr gut...

"T. nimmt vom Schrankinneren aus am Unterricht teil." - Vielleicht konnte er sich dort einfach besser konzentrieren...und keine Sorge, unsere Schränke sind doch sehr geräumig.

"A. schluckt Teile des Physik-Experiments als Mutprobe." Keine Sorge, es war zum Glück nichts Gefährliches, aber wie man auf die Idee kommt, so Dekokügelchen zu verzehren, ist mir immer noch ein Rätsel.

"S. belästigt K. mit ständigem Angähnen." - Vielleicht war weniger das Gähnen das Problem, sondern mehr die Atemluft vor der ersten großen Pause?

"J. täuscht Husten vor." - ohne Worte.

"T. kann dem Unterricht durch die intensive Rückenmassage ihrer Freundin nicht mehr folgen." - Schüler müsste man sein.

"I. muss aus dem Unterricht entlassen werden, da sie sich mit einem Marker den Lidstrich nachgezogen hat und nun ein Brennen verspürt." - habe ich zu meiner eigenen Schulzeit auch einmal erlebt, allerdings "nur" mit einem Stabilo-Feinmarker.

"G. schafft es, sich während des Unterrichts sieben verschiedene Frisuren zu machen." - naja, wenn es mit dem Abitur dann doch nicht klappt, ist die Karriere immerhin gesichert...dieser Eintrag lässt sich übrigens nur noch steigern durch "G. schneidet U. die Haare im Unterricht" - na wenn schon, denn schon!

Diese Liste könnte noch unendlich weitergehen, aber ich könnte mir vorstellen, dass ihr auf der Grundlage der Überschrift schon ein wenig Hunger bekommen habt, weshalb ich euch mein Schokoküchlein heute nicht länger vorenthalten möchte.

Schokokuchen mit Granatapfel und Vanillepudding-Klecksen

300 ml Sahne
200 ml Milch
1 Päckchen Vanillepudding
5 Eier
250 g + 3 EL Zucker
4 EL Backkakao
1 Päckchen Vanillinzucker
100 ml Öl
250 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1/2 Granatapfel

So geht's:

1. Bereite den Vanillepudding gemäß Packungsangabe mit 200 ml Sahne und 200 ml Milch und 3 EL Zucker zu und lass ihn danach ein wenig im Topf abkühlen.

2. Trenne die Eier und schlage die Eiweiß mit einer Prise Salz steif. Verrühre das Eigelb in einer anderen Schüssel mit dem übrigen Zucker, dem Vanillinzucker und dem Öl. Gib nun das Mehl, das Backpulver, den Backkakao und die übrigen 100 ml Sahne dazu und verrühre alles gut. 

3. Hebe nun das Eiweiß vorsichtig unter den Teig und fülle diesen in eine rechteckige Form (ca. 20x30cm), die du vorab mit Backpapier auslegst. Gib nun immer kleine Kleckse des Vanillepuddings obendrauf und bestreue den nun "scheckigen" Teig mit den Granatapfelkernen, die du vorher durch Klopfen auf die Schale herausgelöst hast.

4. Backe den Kuchen nun für ca. 35 Minuten bei 185° und genieße das gute Stück am besten noch lauwarm mit einer heißen Tasse Tee und Blick auf das graue Mistwetter - und schon ist der Blues ein wenig erträglicher!

Jetzt will ich euch natürlich nicht meinen persönlichen Lieblingseintrag vorenthalten. Im Sommer musste ich in Klasse 9 tatsächlich einmal Folgendes ins Klassenbuch eintragen: "G. kommt eine halbe Stunde zu spät zum Unterricht, da er sein Würstchen fertiggrillen musste." :-)