Samstag, 7. November 2015

Das pure Glück - Fortune Cookies mal anders interpretiert

Von folgendem Satz können die wenigsten jungen Lehrer sagen, dass sie ihn in den ersten Berufsjahren nicht mindestens einmal gesagt oder zumindest gedacht haben : "Ich überlege mir das mit den eigenen Kindern nochmal, wenn ich sehe, was an meinem Arbeitsplatz gerade so abgeht."

Bei den allermeisten ist es ein nicht ernstzunehmender Impuls - keine Sorge. Bei uns im Lehrerzimmer könnte man momentan wieder meinen, wir würden in den nächsten Jahren in Richtung Kinderhort expandieren - so viele Kolleginnen sind gerade schwanger, frisch Mutter geworden oder denken zumindest über die eigene Fußballmannschaft nach...

Und was soll ich sagen? ICH LIEBE ES! Auch wenn ich noch kein Kind habe, so liebe ich es, mich über kleine Fäuste, die von innen an die Bauchdecke klopfen, runde Bäuche, kreative Interpretationen von altgermanischen Namen zu diskutieren und per WhatsApp-Profilbild jede Woche zu entscheiden, welches Baby am meisten gewachsen ist.

Na und da passte es doch ganz gut, dass ich angeschrieben wurde, ob ich nicht eine kreative Idee zum Thema "Neuinterpretation von Glückskeksen" hätte - na klaro habe ich die!!! Ich bin mir sicher, dass ähnlich wie die Idee von Halloween vor ein paar Jahren über den Ozean nach Deutschland geschwappt ist, das Gleiche in den kommenden Jahren vielleicht mit "Baby Showers" (Mädels-Party vor der Geburt des Kindes, zu der es tolle Geschenke und kleine Spiele gibt) und "Gender Reveal Parties" (Party, bei der das Highlight das Anschneiden eines Kuchens ist, der entweder rosa oder blau gefüllt ist und somit das Geschlecht des Babys verrät).

An letzterer Idee habe ich angesetzt und ein paar pastellige Glückskekse gebacken, mit denen man die Freude über ein Baby einerseits mitteilen und die Frage nach Junge oder Mädchen andererseits endlich beantworten kann.

Also viel Spaß beim Backen!

P.S. Diese kleinen Stückchen Glück widme ich meinen lieben Kolleginnen Frau GR, Frau NE, Frau TR und Frau SR - ihr seid die Besten (ihr wisst warum!).

das pure Glück - Kekse

2 kalte Eiweiß
1/4 TL Vanilleextrakt
3 Tropfen Bittermandelöl
3 EL Sonnenblumen- oder Rapsöl
3 EL Wasser
60g Mehl
90g Zucker
25g Speisestärke
Prise Salz
rosa und blaue Lebensmittelfarbe
20 Glücksbotschaften

So geht's:

1. Heizt den Backofen auf 200° vor. Gebt die zwei Eiweiß in eine Schüssel und schlagt sie etwa eine halbe Minute lang schaumig auf. 

2. Gebt nun die übrigen Zutaten hinzu und verrührt den Teig, bis ihr keine Klümpchen mehr seht. Zum Schluss teilt ihr den Teig in zwei Portionen auf und gebt je in eine Portion die rosa bzw. blaue Lebensmittelfarbe (bis mir ist es wieder einmal das gute Gel von Wilton geworden - da reicht je eine Messerspitze!). Stellt den Teig dann für etwa 15 Minuten in den Kühlschrank.

3. Gebt nun je einen Löffel des Teigs auf ein Backblech mit Backpapier und streicht ihn ganz dünn mit dem Rücken des Löffels zu einem etwa 8cm großen Kreis aus - dann das Ganze ganz fix für 5 Minuten in den Backofen (macht am besten nich mehr als 4-6 Kekse gleichzeitig, da sie nach dem Backen superschnell gefaltet werden müssen!)

4. Bleibt am besten in der Nähe und holt die Kekse aus dem Ofen, wenn ihr seht, dass der Rand braun wird. Jetzt ganz schnell: Legt eine Glücksbotschaft in die Mitte und faltet die Kekse nach oben zusammen - drückt dabei die offenen Kanten zusammen (aber auch nur die Kanten). Biegt nun die Unterseite des Keks über dem Rand einer Schüssel nach unten und legt dann die Kekse in eine Muffinform, damit sie nicht wieder die Form verlieren (hört sich komplizierter an als es ist!).

5. Lasst die Kekse ungefähr eine Stunde auskühlen und fertig ist euer kreativer Beitrag zur nächsten Baby Shower!




Sonntag, 1. November 2015

Schoko - Karamell - Streuselkuchen mit Herz

Guten Morgen November!

Dass wir schon in meiner Lieblingsjahreszeit sind, habe ich euch schon verraten, aber dass mich heute morgen mein Lieblingsmonat mit an der Nase kitzelnden Sonnenstrahlen und Laub in den schönsten Rottönen begrüßt hat, wisst ihr erst jetzt. Jap. Trotz ganz viel Regen, in der Regel grauem Himmel und morgendlichem Frost liebe ich den November!

Auch im Unterricht geht es gerade um den Übergang zwischen Herbst und Winter - zum Beispiel dank der Zentralabiturvorgaben im Fach Französisch: Mein Leistungskurs schwebt nämlich gerade durch die Welt der klassischen und modernen Fabeln - und da tun sich echt Abgründe auf!

Keine Sorge. Ich erwarte von keinem Schüler dass er vorab schon alles weiß und so überraschte es mich nicht wirklich, dass meine Kleinen gerade noch so Grimms Märchen zusammenbekommen, aber mit "der Rabe und der Fuchs" oder auch "die Zikade (eine Art Grashüpfer) und die Ameise" nicht viel anfangen konnten.

Worüber ich aber (wie so oft) hinter meinem Pult innerlich zusammenbrach, waren die Ansichten bzw. die Allgemeinbildung im Hinblick auf Tiere allgemein....

"Mme FA, Raben sind die Tiere, die immer stehlen, oder?" (genau, zum Beispiel die Assoziation zu ELSTERN!)

"Mme FA, Ameisen sind giftig, oder? Ich kenne das, wenn die einem auf die nackte Haut pieseln...Hatten Sie das noch nie?" (Tut mir leid, so oft bin ich nicht nackt im Wald!)

"Mes chers élèves, Grillen gelten in der Fabelwelt übrigens deshalb als musikalisch, da ein Zirpen entsteht, wenn sie ihre Beine aneinander reiben." "Mme FA, ich kann auch Musik machen, wenn ich meine Beine aneinander reibe!" (kein Kommentar. KEIN KOMMENTAR. Das Bild werde ich nie mehr los!)

Und so ging es weiter... zum Glück haben wir dann doch noch das Ruder rumreißen können und sind wieder bei den Fabeln gelandet! Am Wochenende habe ich noch sehr darüber lachen müssen und dachte mir, dass diese Auszüge doch gut zu meinem herzerwärmenden Schoko-Karamellkuchen  passen würden.

Schoko - Karamell - Streuselkuchen mit Karamellsahne

für die Streusel:
125 g weiche Butter
200 g Mehl
1 EL Backkakao
100 g Zucker

für den Rührteig:
2 Eier
125 g Zucker
1 Päckchen Karamellpuddingpulver
100 ml Milch
100 ml Öl
150 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
50 g Schokoraspel

für die Karamellsahne:
200g Schlagsahne
200 g Frischkäse
125 g Puderzucker
100 g Karamellcrème (gekauft oder selbstgemacht)

So geht's:

1. Vermischt die Zutaten für die Streusel in einer Schüssel und stellt sie beiseite. Heizt schon einmal den Backofen auf 200° vor.

2. Verquirlt nun den Zucker und die Eier in einer zweiten Schüssel und gebt dann das Öl und das Puddingpulver dazu, das ihr aber VORAB mit der Milch verrührt habt. Zum Schluss gebt ihr noch das Mehl und das Backpulver dazu und verrührt alles gut.

3. Gebt nun den Rührteig in eine gefettete Springform (24cm Durchmesser) und backt ihn für 5 Minuten. Nehmt dann die Form noch einmal aus dem Ofen und verteilt die Streusel und die Raspelschokolade darüber. Backt den Kuchen dann weitere 20 Minuten.

4. Während der Kuchen backt bzw. danach auskühlt, kümmert ihr euch schon einmal um die Karamellsahne. Schlagt dazu die Schlagsahne auf und verrührt in einer anderen Schüssel die weiche Butter mit dem Frischkäse und dem Puderzucker. Gebt dann die entweder gekaufte Karamellcrème oder selbstgemachte Karamellcrème dazu. Hebt zum Schluss noch die Schlagsahne unter.




Wer sich jetzt übrigens fragt, wie die Sahne in Herzform in meinen Kuchen gekommen ist: Ich bin durch Zufall auf die Backform "Wilton Tasty fill (Herz)" gestoßen und wollte das unbedingt ausprobieren! 
Falls ihr das auch machen wollt, dann empfehle ich euch, die Menge Rührteig zu verdoppeln - die Streusel reichen aus! Schmackhafter Nebeneffekt: Wenn ihr den Kuchen später zusammensetzt, habt ihr oben und unten leckere Streusel!




Mittwoch, 28. Oktober 2015

Schoko - Mandel - Cakepops: Ist das Kunst oder.... hat sich hier ein Einhorn übergeben?

Meine Güte, diesen Monat jagt aber auch wirklich wieder eine Vertretungsstunde die nächste!

Gestern hatte ich das große Vergnügen, eine fünfte Klasse in Kunst zu bespaßen - KUNST! (Ich habe das Fach während meiner eigenen Schulzeit nur mithilfe meiner Mutter und ihren künstlerischen Fähigkeiten überlebt...inklusive des Satzes meiner Kunstlehrerin, den ich in Dauerschleife hörte: "Aber Sarah, zuhause konntest du es doch!")

Naja, ich begrüßte die kleinen Monster und gab den Arbeitsauftrag der verhinderten Kollegin weiter: "Schaut mal, hier auf dem Blatt sind ganz viele unterschiedliche Rahmen. Malt in jeden Rahmen ein Bild und gestaltet eure eigene Galerie."

Ich hatte den Satz noch nicht zuende gesprochen, da hörte ich auch schon aus drei Ecken: "Ich weiß gar nicht, was ich malen soll!!!!"

Ich gab mich besonders pädagogisch: 

"Ach überleg doch erst einmal...Mal doch etwas, das du gerne magst. Ich würde einen Kuchen malen. Und wenn dir doch nichts Eigenes einfällt, dann mal doch ein berühmtes Gemälde nach - so gut es geht."

Und wieder schallte es aus diversen Ecken: 

"Ich kenn' keine berühmten Gemälde! Oder doch... Frau FA, hat die Mona Lisa ein Kopftuch?"

"Nein."

"Sind Sie sicher?"

"Ziemlich."

"Hat die Mona Lisa die Haare vorne oder hinten?"

Noch mitten in der Vorstellung der Mona Lisa vor meinem inneren Auge verließen wir aber auch schon das eigentliche Aufgabenfeld und bewegten uns in Richtung meiner persönlichen TOP 3 bei Fünftklässlern:

3. "Ich kann das nicht!"
2. "Der XY malt mir alles nach/ hat meinen Stift/steht mir im Licht!"
1. "Frau FA, mir geht's nicht gut!"

Jap. Krankheiten. All-time-favourite!

"Frau FA, ich hab Tetanus!"

Panik machte sich breit. Können Kinder an Wundstarrkrampf nicht sterben? Hilft da 'ne Wärmflasche? Kann man das simulieren?

Ruhe bewahren.

"Ähhmmm...Woran merkst du das denn?"

"Ich hab' ein Piepen im Ohr - die ganze Zeit!"

Aso. Also doch nicht Tetanus. Tinnitus - gaaaaanz marginaler Unterschied.

"Frau FA, meine Cousine hat das auch. Die hört nur Piepen, auch wenn's ganz ruhig ist. Wie bekommt man das???"

IN.GANZ.GENAU.SOLCHEN.SITUATIONEN.


Naja, das Ende vom Lied: Jeder hat dann doch seine Galerie noch bunt hinbekommen - und ich, frisch inspiriert von so viel Kreativität, hab' mich zuhause an den Resten vom Schokokuchen ausgelassen.

Schoko - Mandel - Cakepops 

a.k.a "hier hat sich ein Einhorn übergeben"

zerbröselte Reste von jedem Trockenkuchen
140 g Doppelrahmfrischkäse
70 g Puderzucker
40 g gemahlene Mandeln
40 g weiche Butter
200 g weiße Kuvertüre
Zucker-Konfetti

So geht's:

1. Zerbröselt eure Kuchenreste und schmelzt die weiße Kuvertüre über einem Wasserbad.

2. Vermischt die übrigen Zutaten und gebt peu à peu die Kuchenkrümel dazu. Formt nun kleine Bällchen und legt sie auf einen großen Teller mit Backpapier.

3. Gießt nun die Kuvertüre über die Bällchen und streut großzügig Zuckerkonfetti darüber. Nun nur noch ein Cake Pop-Stielchen hineingesteckt und zum Aushärten in den Kühlschrank!

Tipp: Frisch aus dem Kühlschrank schmecken sie am allerbesten!!! 



 

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Eine Liebeserklärung an Apfel und Haselnusskrokant - es geht ans Eingemachte!

Die letzten Wochen waren doch sehr ruhig auf dem Blog. Warum? Ich habe meine liebste Jahreszeit im Rahmen der Herbstferien so richtig genossen, war mit meiner lieben Freundin in der Stadt der Liebe und möchte all diese positiven Gefühle nun in eine gebackene Liebeserklärung stecken. 

Wem ich meine Liebe erkläre?

Dem Herbst in all seinen bunten Facetten - und darunter besonders der bunten Vielfalt, die in Omas Keller Einzug hält: Es ist Einmach-Zeit!

Und im Rahmen dessen kam ich in der letzten Woche in den Genuss einer ganz besonderen Leckerei: fränkisches Apfelmus...keine Ahnung, was die Franken da an Spezialzutat drin haben, aber mein Herz begann beim ersten Bissen zu hüpfen!

Meine Begeisterung war sooo stark, dass ich den Rest des Einmachglases für ein neues Rezept verwendet habe - mit wirklich durchschlagendem Erfolg!

Aber keine Sorge, wer nun nicht gerade an Apfelmus aus Franken kommt, dem wird das Rezept auch mit dem Apfelkompott aus dem Keller der eigenen Oma oder zu Not mit dem aus dem Supermarktregal gelingen und schmecken.

Herzliche herbstliche Grüße und viel Freude beim Nachbacken!

Apfelmus - Herzen mit Krokant

135 g weiche Butter
240 g Mehl
100 g Zucker 
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
2 TL Backpulver
250 g Apfelmus
1 TL Zimt
75 g Haselnusskrokant

So geht's:

1. Vermischt die trockenen Zutaten in einer Schüssel und gebt dann die weiche Butter und das Apfelmus dazu.

2. Füllt den Teig entweder in eine herzige Silikonform oder in die Mulden eines Muffinblechs (der Teig reicht für 12 kleine Küchlein).

3. Gebt die Küchlein für ca. 15-20 Minuten in den vorgeheizten Backofen bei 180°. Lasst sie nach dem Backen noch ein paar Minuten auskühlen und genießt sie am besten lauwarm mit frischer Schlagsahne (ich habe mir übrigens sagen lassen, dass sie noch besser schmecken, wenn es draußen regnet!).




Sonntag, 27. September 2015

Veganer Apfelkuchen mit Grieß: Wenn man eigentlich korrigieren müsste...

...und stattdessen ein veganer Apfelkuchen nach Maß gebacken wird, bei dem ihr selbst bestimmen könnt, wie VEGAN ihr sein möchtet.

Wie das gehen soll?

Ganz einfach: Bei dem Rezept entscheidet jeder für sich, ob der Kuchen GANZ VEGAN wird, also ohne Eier, Milch und Butter, oder ob das ein oder andere tierische Produkt dann doch seinen Weg in den Kuchen finden soll - ein perfekter Kuchen für vegane Einsteiger!

Wie ich auf die Idee gekommen bin? Ganz klar, eigentlich hätte ich heute genug am Schreibtisch zu tun gehabt, doch der Wunsch, heute ein wenig Küchenkreativität an den Tag zu legen war irgendwie stärker (ich bin mir sicher, dass ihr das nachvollziehen könnt!). Also habe ich mir gesagt, für jede Aufgabe und jeden Korrekturstapel, den ich bewältige, suche ich eine vegane Alternative für meinen Grieß-Apfelkuchen.

So weit bin ich heute gekommen:

Veganer Apfel-Grießkuchen

120 g Mehl
120 g Weichweizengrieß
175 g Zucker
1/2 Päckchen Backpulver
240 ml Hafermilch (VEGAN!) oder "normale" Milch
4 Äpfel
Saft einer Zitrone
KEINE Eier (VEGAN!)
KEINE Butter (VEGAN!) oder 50 g Butter (und dafür ein Apfel weniger)

So geht's:

1. Vermischt die trockenen Zutaten in einer Schüssel und heizt euren Backofen auf 175° vor. Schält und entkernt die Äpfel und raspelt sie. Gebt danach den Zitronensaft auf die Apfelraspel.

2. Gebt die flüssigen Zutaten zu Mehl & Co. und verrührt alles zu einem fluffigen Teig.

3. Legt nun eine Kastenform mit Backpapier aus und gebt etwa ein Drittel des Teigs in die Form. Drückt nun etwa eine gute Handvoll der Apfelraspel aus und schichtet sie gleichmäßig auf dem Teig. Wiederholt diesen Vorgang noch zweimal und gebt den Rest der Äpfel obendrauf.

4. Backt den Kuchen nun ca. eine Stunde und lasst ihn danach gut auskühlen.

Mein Tipp: Wer noch ein besonderes Topping für dieses fluffige Stückchen sucht, der schaut einfach mal bei HerrGrünKocht vorbei: Herr Grün stellt euch HIER Lotti vor - seine vegane Karamellcrème mit gebrannten Mandeln - Die ist wirklich unglaublich lecker!!!


Sonntag, 13. September 2015

Geburtstag im Herbst schreit nach Kürbis-Käsekuchen mit Apfelherzen

Ihr habt es letzte Woche mitbekommen: MEIN Herbst hat offiziell schon letzte Woche begonnen und ich taste mich so langsam an die veränderte Zutatenlandschaft heran - Äpfel, Zwetschgen, Mandeln, Kürbis...

Kürbis? Zum Backen? Jap, ihr habt richtig gehört! Als ich die aktuelle Ausgabe der lecker bakery aufschlug, habe ich mich spontan in das Rezept vom Pumpkin-Cheesecake mit Sirupäpfelchen sofort verliebt und wollte ihn unbedingt ausprobieren (wenn auch in leicht abgewandelter Form).

Und was passt dann besser als der Geburtstag einer meiner Lieblingskolleginnen, die jedoch in Sachen Kuchen nur schwer zufriedenzustellen ist (Keine Schoki! Keine Zitrone! Keine Nüsse!) - also versuch ich es doch heute einmal mit diesem kleinen Wunderwerk, was schnell& einfach gebacken und verziert war!

Viel Spaß beim Nachbacken!


Kürbis - Käsekuchen mit Apfelherzen

100 g weiche Butter
90 g Mehl
50 g gehackte Mandeln
200 g Hokkaidokürbis
2 rote Äpfel
100 g + 4 EL Zucker
2 Eier
100 g fettarmer Joghurt
1 Prise Salz
2 TL Backpulver
100 g Doppelrahmfrischkäse
50 g Puderzucker
abgeriebene Schale einer Zitrone

So geht's:

1. Heizt den Backofen auf 175° vor und fettet eine kleine runde Springform (ca. 18-20cm). Wascht und entkernt nun einen Apfel und den Kürbis und raspelt beides grob.

2. Verrührt die Butter und 100g Zucker und gebt nach und nach die Eier dazu. Gebt nun den Joghurt, das Mehl, das Backpulver und die Prise Salz dazu und vermischt alles gut. Gebt zum Schluss noch den geraspelten Apfel, den Kürbis und die gehackten Mandeln dazu.

3. Gebt den Teig nun in die Springform und backt den Kuchen für ca. eine Stunde.

4. Gebt den übrigen Zucker in eine Pfanne und erhitzt ihn mit 6 EL Wasser. Viertelt und entkernt den Apfel und stecht mit einer Plätzchenform kleine Herzen aus und begradigt sie unten bevor ihr sie dann für ca. drei Minuten zum Zucker dazugebt. Gebt zum Schluss noch die Hälfte der abgeriebenen Zitronenschale dazu. Lasst sie danach gut auskühlen. 

5. Vermischt nun den Frischkäse mit dem Puderzucker und dem Rest der abgeriebenen Zitronenschale. Gebt die Masse auf den abgekühlten Kuchen und dann zum Schluss die vier Sirupherzen darauf - ein wahrer Augenschmaus!











Sonntag, 6. September 2015

Ein Sonnenstrahl zu Herbstbeginn: Apfel-Pflaumen-Tartelettes

Es ist Herbst!!! Ich freu mich so!!! Endlich beginnt meine Lieblingsjahreszeit! Und um die so richtig zu feiern, habe ich mich heute Vormittag aus dem Bett geschält, die Gummistiefel angezogen, den Schal umgeworfen und bin raus in die so langsam bunter werdende Natur hinausgestürmt - bin durch Pfützen gehüpft, habe Blätter über meinen Kopf regnen lassen und die letzten warmen Sonnenstrahlen genossen...

Okay, das war nicht so wirklich mein Start in den diesjährigen Herbst....

Ich bin vom starken Regen, der gegen mein Fenster prasselte viel zu früh wach geworden, musste feststellen, dass ich mich erstens fies erkältet habe (oder wie mein Männe sagt, mich zu oft von kleinen dicken Kindern anhusten lassen und dann die Pest angeschleppt) und zweitens gar keine Gummistiefel besitze.

Also habe ich mich in die Jogginghose geschmissen, diverse Wolldecken und Kissen über meinen Kopf regnen lassen und den Dauerregen beobachtet, der die Blätter (die übrigens noch alle grün sind) schlapp am Baum hängen ließ...war auch irgendwie schön!

Als sich dann aber pünktlich zum Nachmittag doch ein paar Sonnenstrahlen zeigten, habe ich mich entschlossen, den Herbstbeginn dann doch zumindest kulinarisch einzuleiten - und zwar mit den köstlich fruchtigen Apfel-Pflaumen-Tartelettes!


Apfel - Pflaumen - Tartelettes

für 5 kleine Tartelettes:

150 g kalte Butter
250 g Weizenmehl
30 g Puderzucker
1 Ei

für die Füllung:

4 säuerliche Äpfel
500 g Pflaumen
50 g Butter
120 g Zucker
2 TL Zimt
Saft einer Zitrone

So geht's:

1. Verknetet die kalte Butter mit dem Weizenmehl, dem Puderzucker und dem Ei zu einem festen Teig, wickelt diesen in Klarsichtfolie und legt ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.

2. Wascht und schält die Äpfel und entsteint die Pflaumen. Schneidet beides in kleine Würfel und gebt alles zusammen in einen Topf, in dem ihr vorher die Butter mit dem Zimt und dem Zucker gebt. Lasst alles zusammen ca. 10 Minuten köcheln. Gebt danach den Zitronensaft darüber und verrührt alles gut.

3. Fettet die Tarteletteförmchen und drückt dann immer einen etwa hühnereigroßen Teil vom Teig hinein und drückt ihn am Boden bzw. an den Rändern gut an. Dasselbe macht ihr mit den anderen Förmchen. Schüttet nun die überschüssige Flüssigkeit von dem eingekochten Obst ab und gebt es dann in die Förmchen. Wer mag, kann noch etwas braunen Zucker oben drüber streuen.

4. Jetzt kommen die guten Stücke noch für ca. 30 Minuten in den vorgeheizten Backofen (180°). Am besten schmecken sie lauwarm mit frischer Schlagsahne und einem großen Kakao dazu!

Genießt den Herbstbeginn!