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Sonntag, 21. August 2016

Sortier-Sonntag mit fruchtigen Smacks-Eckchen

Fast einen Monat habe mal so gar nichts von mir hören lassen - kein Wunder: Es waren schließlich Sommerferien und ich mal wieder außer Lande. In diesem Jahr war es Costa Rica in Mittelamerika. Und kaum ist man aus dem Urlaub zurück, die Koffer sind ausgepackt und der Kühlschrank wieder gefüllt, mache ich mich schon wieder auf die Suche nach neuen, leckeren Rezepten, die ich mit euch teilen kann. 

Da das Wetter heute (ganz im Gegensatz zu Costa Rica) wirklich zu wünschen übrig lässt, habe ich den heutigen Sonntag zum Sortier-Sonntag erklärt - d. h. ich suche schon einmal wieder meinen Schulschlüssel (jedes Jahr schaffe ich es, ihn besser vor mir selbst zu verstecken!) und bereite natürlich einen kleinen Bericht über meine (kulinarischen) Erlebnisse im Urlaub samt Fotos und passendem Rezept für die nächste Woche vor (versprochen!).

Natürlich funktioniert so ein Sortier-Sonntag nicht ohne passende Snacks, die nicht nur schnell hergestellt sind, sondern auch die Sonne im Herzen aufgehen lassen, weil sie so ein fluffig leichtes Gefühl hinterlassen!

Das Rezept habe ich im letzten Jahr bereits in der Lecker-Bakery entdeckt und es gehört seither (leicht abgeändert) zu meinen Favoriten - probiert es aus; es wird euch bestimmt ähnlich gehen!


fruchtige Smacks - Eckchen

400 g weiße Kuvertüre
200 g Kokosfett
2 Eier
25 g Rohrzucker
200 g Himbeeren
200 g Kellog's Smacks




So geht's:

1. Schnappt euch eine rechteckige Backform (sofern vorhanden) und legt sie mit Backpapier aus. Schmelzt nun das Kokosfett und die weiße Kuvertüre über einem Wasserbad.

2. Während die Schokolade flüssig wird, gebt ihr die Eier und den Rohrzucker in eine Schüssel und schlagt sie schön schaumig auf. Gebt nun die geschmolzene Kokos-Schokoladenmischung unter Rühren dazu und vermischt alles gut miteinander.

3. Hebt nun mit einem  Teigschaber ganz vorsichtig die gewaschenen Himbeeren und die Cornflakes unter die Masse und füllt dann direkt alles in die vorbereitete Backform.

4. Jetzt heißt es noch ein wenig warten - am besten bereitet ihr die schmackhaften Eckchen schon am Vorabend zu und gebt sie in den Kühlschrank - gekühlt seid ihr dann nämlich auch gewappnet, sollte sich am nächsten Tag die Sonne doch noch einmal zeigen wollen!






Samstag, 28. Mai 2016

To Do - Listen abarbeiten? Solo con Giotto!

Vor ein paar Wochen habe euch schon einmal von meiner latenten Aufschieberitis erzählt - nun ja, ich würde mich freuen, wenn ich euch heute erzählen könnte, ich hätte sie überwunden - doch so ist es leider nicht. Tatsächlich ist es heute eher so, als wenn die Arbeitslawine in Form von Unterrichtsvorbereitung, Steuererklärung, Korrekturen, DIY-Projekten etc. drohe über mich hereinzubrechen... 

Jaaa, ich höre schon die ersten Stimmen, die sich mit wertvollen Tipps, Zurechtweisungen und Warnungen erheben:

"Frau FA, du musst das geordneter angehen....wenn du doch jeden Tag ein bisschen machen würdest!" (Hab' ich ja irgendwie - nur leider wurde ich zwischenzeitlich immer wieder von Facebook und Pinterest in Geiselhaft genommen!)

"Frau FA, ich habe es dir ja gleich gesagt: Dein ewiges Aufschieben bringt nur noch mehr Stress!" (Oh wirklich? Naja, aber sag das mal dem Episodenguide auf Netflix - ich habe eben Prioritäten gesetzt!)

"Frau FA, also an deiner Stelle würde ich jetzt echt Panik bekommen! Wie willst du DAS denn alles heute schaffen???" (Naja, ob panisches im-Kreis-Herumrennen wohl jetzt noch irgendwie hilft? Ich glaube nicht...)

Kommen euch solche Aussagen bekannt vor? Mir eben auch. Aber keine Sorge, das ist keine Nuss, die ich (wir) nicht knacken könnte(n)! 

Und da sind wir auch schon direkt beim Thema: Für alle, die heute gleich mehrere Nüsschen zu knacken haben (der eine oder andere vielleicht sogar im zwischenmenschlichen Bereich), für die habe ich heute eine blitzschnelle "Arbeits-Erleichterung" in Form dieser blitzschnell zubereiteten Giotto-Muffins, hinter denen sich der vermeintlich so große Berg an Arbeit doch ganz gut verstecken lässt oder zumindest wieder in das richtige Verhältnis setzen lässt - wie ich eben immer sage: Alles eine Frage der Sichtweise.

Also, lasst auch ihr euch heute nicht entmutigen, gönnt euch eines dieser kleinen Küchlein (oder auch zwei) und dann ran an das Abtragen des Berges! (Kleine Anmerkung: Das Backen an solchen Tagen gilt genau genommen nicht als erneutes Aufschieben, sondern als positive Form des produktiven Umgangs mit stressigen Alltags-Herausforderungen....nur mal so am Rande!)

White Chocolate Giotto Muffins

75 g weiche Butter
75 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Ei
150 g Mehl
2 TL Backpulver
50 g gemahlene Mandeln
2 Stangen Giotto-Kugeln
4 EL Milch

100 g weiße Kuvertüre
6-12 Giotto-Kugeln

So geht’s:

1. Gebt die Butter, den Zucker und den Vanillezucker in eine Schüssel und schlagt alles schön schaumig auf. Gebt nun das Ei und die Milch hinzu und verrührt auch das gut. Als Nächstes gebt ihr das Mehl, das Backpulver und die gemahlenen Mandeln dazu und rührt daraus einen cremigen Teig (im Zweifelsfall noch einen Schluck Milch dazugeben!). 

2. Heizt nun den Backofen auf 180° (Ober-/Unterhitze) vor, bevor ihr eurem Teig das besondere Extra verpasst: Gebt die Giotto-Kugeln so wie sie sind direkt aus der Packung in den Teig und jagt dann mit dem Mixer noch einmal ordentlich drüber, bis sie sich gut im Teig verteilt haben.

3. Gebt den Teig nun in eure Muffinförmchen und backt die guten Stücke für etwa 20 Minuten (nicht länger, sonst sind sie nachher zu trocken). Lasst sie danach kurz auskühlen.

4. In der Zwischenzeit schmelzt ihr schon einmal die weiße Schokolade über einem Wasserbad und gebt dann je einen dicken Klecks auf eure Muffins. Obendrauf kommt dann noch je ein halbes oder ganzes Giotto-Kügelchen (immer abhängig davon, wie viele die Wartezeit beim Backen überstanden haben!).



Sonntag, 10. April 2016

Prokrastinations-Kuchen: Aufschieberitis und Blondies mit Erdbeer-Topping

Eigentlich wollte ich diesen Kuchen bereits in den Osterferien gepostet haben...und schon sind wir mitten drin im eigentlichen Problem: meine über die Jahre (gefühlt) immer intensiver ausgelebte Aufschieberitis - wissenschaftlich bekannt unter dem Begriff Prokrastination (ohne Witz!).

Am Anfang waren es nur die letzten fünf Vokabeltests, die man noch eben morgens beim Frühstück zuende korrigiert hat, dann irgendwann die Unterstufen-Klassenarbeit, deren Korrektur man bis zum spätmöglichsten Zeitpunkt des Wochenendes geschoben hat und da sind wir nun: Ich habe die Osterferien vollständig nur mit schönen Dingen verbracht (ich weiß, es sei mir gegönnt und das muss ja schließlich auch einmal sein!), wo ich doch eigentlich etwas für die Schule hätte machen sollen. 

Dann war plötzlich Sonntagabend und ich machte die typischen fünf Phasen der Aufschieberitis durch:

1. Leugnung: Aaaach, du hast die Ferien genossen! Morgen fängst du wieder richtig an zu arbeiten. Den Kurs siehst du eh erst am Dienstag, dann kannst du auch Montag nach der neunten Stunden deren LK-Klausur korrigieren...außerdem waren ja schließlich Ferien! Unterrichtsvorbereitung? Naja, das Buch habe ich im Referendariat schonmal besprochen - da wird die Doppelstunde morgen schon laufen. Völlig unnötig sich da jetzt noch dranzusetzen!

2. Wut: Wie dumm bist du eigentlich??? Du hattest zwei Wochen Zeit, um all diese Aufgaben zu erledigen! Du hättest jeden Tag nur zwei Stunden dransitzen müssen und hättest trotzdem noch ein paar Tage frei gehabt! Super, und morgen dann auch noch direkt neun Stunden - ohne Unterrichtsvorbereitung??? Bist du bescheuert? Schüler sind da wie Bluthunde - die merken, wenn du nicht vorbereitet bist! Und die Unterlagen zu dem einen Buch - da hast du letzten Herbst Halloween-Fackeln draus gebastelt!

3. Verhandeln: Okay, jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen. Du schaffst nicht mehr alles, aber ein paar Sachen müssen für morgen sein. Die Korrektur ist illusorisch, aber, wie gesagt, den Kurs siehst du eh erst am Dienstag - das ist also schonmal raus. Du hast morgen die Oberstufe, die musst du vorbereiten - na gut, das müsste klappen! ...und so geht man eben seine ellenlange To Do - Liste durch und verhandelt (meist sehr erfolgreich) einen Großteil der Aufgaben weg, bis ein überschaubares Feld übrig bleibt.

4. Depression: Es ist sinnlos!!! Das sind immer noch viel zu viele Aufgaben und der Abend ist durch die ganzen Gedankenspiele jetzt auch schon fast vorbei! Du bist die schlechteste Lehrerin der Welt, soviel ist sicher! Die Chefin wartet morgen nach der neunten Stunden bestimmt mit der Abmahnung, Millionen Eltern werden sich morgen Abend per Telefon über dich und bei dir beschweren (Schande, dann kann ich den Dienstagskurs gar nicht mehr korrigieren!). Es ist wirklich alles aussichtslos...


5. Akzeptanz: Okay, jetzt ist es nun einmal so. Dei innerer Schweinehund, das gute Wetter, Netflix und die Couch haben gewonnen. Es macht keinen Sinn, das jetzt noch schön oder noch schlechter zu reden. Du hattest tolle Ferien, wirst aber morgen wahrscheinlich ein Höllentag in der Schule haben - irgendwo zwischen "Häh, warum haben Sie die Klausur denn nicht korrigiert?", "Frau FA, die Aufgabe haben wir schon zweimal gemacht!" und "Gestern war Deadline - warum habe ich Dokument X nicht von dir erhalten?". Steh' es einfach durch, ändern kannst du es eh nicht mehr. Geh' schlafen.

Der Abschluss meiner persönlichen Prokrastinationsphase ist in der Regel der folgende Satz: In den nächsten Ferien mache ich das auf jeden Fall anders! Versprochen! (fragt mich nach sechs Wochen Sommerferien noch einmal!)

Da es dem einen oder anderen Abiturienten vielleicht in den letzten Wochen ähnlich ging, widme ich ihnen den nachfolgenden Kuchen (Backen hilft auch immer ganz toll beim Prokrastinieren...).

Blondies mit Erdbeer-Topping

100 g + 50 g weiße Kuvertüre
175 g weiche Butter
200 g Zucker
1 Prise Salz
3 Eier
200 g Mehl
2 TL Backpulver
250 g Erdbeeren

So geht's:

1. Heizt den Backofen auf ca. 175° vor. Schmelzt 100 g Kuvertüre mithilfe des Wasserbades. Während die Schokolade schmilzt, verrührt ihr schon einmal die Eier mit der weichen Butter und dem Zucker, bis das Ganze eine schöne, schaumige Masse ergibt. Gebt dann Die Kuvertüre dazu und verrührt alles gut. Zum Schluss gebt ihr noch das Mehl und das Backpulver zum Teig.

2. Legt nun eine eckige Backform mit Backpapier aus und gebt den Teig darauf. Backt eure Blondies nun für ca. 30 Minuten auf der mittleren Schiene. Lasst den Kuchen danach gut auskühlen.

3. In der Zwischenzeit wascht ihr schon einmal die Erdbeeren und schneidet sie in kleine Würfel. Gebt die Würfel dann auf den ausgekühlten Blondie und schmelzt dann die übrige Kuvertüre. Diese gebt ihr dann mit einem Löffel in einer schwungvollen Bewegung über den Erdbeer-Blondie - so dass ein schönes Streifen-Muster entsteht.

Frohes Prokrastinieren allerseits!







Sonntag, 6. März 2016

Licht am Ende des (Stress-)Tunnels - Gugelhüpfchen mit weißer Schokolade und Zucchini



Huhu....ich lebe noch! Ja, man hätte das Gegenteil annehmen können, aber keine Sorge - "Hefte raus: Backen" ist nicht dem plötzlichen Blogsterben zum Opfer gefallen und auch mir als Privatperson geht es weiterhin ganz gut. Dennoch waren die letzten paar Wochen eine ganz schöne Berg- und Talfahrt: Meine aufgeregten Schüler sind auf der Zielgeraden in Richtung Abitur angekommen, die Klausurphase hatte mich wieder absolut fest im Griff und immer, wenn ich dachte: "Jetzt mal mit Ruhe bloggen!" - kam noch eine große Portion Freizeitstress oben drauf!

Daneben natürlich noch das Risiko, an dieser ollen "ich befalle nur junge, gesunde Menschen"-Grippe zu erkranken...doch, toi, toi, toi - alles gut überstanden bzw. gar nicht erst krank gewesen!

Und damit das auch so bleibt, gibt es heute, ganz ohne große Geschichte, ein ganz leises Küchlein, das Körper und Seele auch weiterhin zusammenhalten soll und an diesem grauen Sonntag ein paar Sonnenstrahlen einfangen konnte (siehe Fotos!).

Lasst euch von der Kombination Gemüse und Schokolade nicht abschrecken - der Kuchen wird durch die Zucchini super fluffig und lecker!

Weißer Schokoladen - Zucchini - Gugelhupf

100 g weiße Schokolade
190 g Butter
100 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 Eier
230 g Mehl
75 g gemahlene Mandeln
1 Päckchen Backpulver
16 EL Milch
1 Zucchini
150 g weiße Kuvertüre
etwas Haselnusskrokant

So geht's:

1. Hackt die weiße Schokolade fein und raspelt die Zucchini in feine Streifen. Gebt die Butter mit dem Zucker, dem Vanillezucker und die Eier in eine Schüssel und schlagt alles cremig auf.

2. Gebt nun das Mehl, das Backpulver, die Mandeln, die Schokolade, die Zucchini und die elendig vielen Esslöffel Milch (perfekte Menge - versprochen!) dazu und verrührt alles gut.

3. Füllt den Teig nun in eine gefettete Gugelhupfform (normale Größe - ich habe nur für die Fotos eine Miniform genommen) und backt den Kuchen für 50 - 60 Minuten bei 180°.

4. Lasst den Kuchen danach kurz auskühlen und nutzt die Zeit, um die Kuvertüre über dem Wasserbad zu schmelzen. Gießt diese danach über den Kuchen und bestreuselt den Gugelhupf mit einer ordentlichen Portion Haselnusskrokant.

Ihr werdet feststellen - nach ein paar Minuten und noch den ersten Bissen im Mund - strahlt auch für euch die Sonne wieder!