Sonntag, 10. April 2016

Prokrastinations-Kuchen: Aufschieberitis und Blondies mit Erdbeer-Topping

Eigentlich wollte ich diesen Kuchen bereits in den Osterferien gepostet haben...und schon sind wir mitten drin im eigentlichen Problem: meine über die Jahre (gefühlt) immer intensiver ausgelebte Aufschieberitis - wissenschaftlich bekannt unter dem Begriff Prokrastination (ohne Witz!).

Am Anfang waren es nur die letzten fünf Vokabeltests, die man noch eben morgens beim Frühstück zuende korrigiert hat, dann irgendwann die Unterstufen-Klassenarbeit, deren Korrektur man bis zum spätmöglichsten Zeitpunkt des Wochenendes geschoben hat und da sind wir nun: Ich habe die Osterferien vollständig nur mit schönen Dingen verbracht (ich weiß, es sei mir gegönnt und das muss ja schließlich auch einmal sein!), wo ich doch eigentlich etwas für die Schule hätte machen sollen. 

Dann war plötzlich Sonntagabend und ich machte die typischen fünf Phasen der Aufschieberitis durch:

1. Leugnung: Aaaach, du hast die Ferien genossen! Morgen fängst du wieder richtig an zu arbeiten. Den Kurs siehst du eh erst am Dienstag, dann kannst du auch Montag nach der neunten Stunden deren LK-Klausur korrigieren...außerdem waren ja schließlich Ferien! Unterrichtsvorbereitung? Naja, das Buch habe ich im Referendariat schonmal besprochen - da wird die Doppelstunde morgen schon laufen. Völlig unnötig sich da jetzt noch dranzusetzen!

2. Wut: Wie dumm bist du eigentlich??? Du hattest zwei Wochen Zeit, um all diese Aufgaben zu erledigen! Du hättest jeden Tag nur zwei Stunden dransitzen müssen und hättest trotzdem noch ein paar Tage frei gehabt! Super, und morgen dann auch noch direkt neun Stunden - ohne Unterrichtsvorbereitung??? Bist du bescheuert? Schüler sind da wie Bluthunde - die merken, wenn du nicht vorbereitet bist! Und die Unterlagen zu dem einen Buch - da hast du letzten Herbst Halloween-Fackeln draus gebastelt!

3. Verhandeln: Okay, jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen. Du schaffst nicht mehr alles, aber ein paar Sachen müssen für morgen sein. Die Korrektur ist illusorisch, aber, wie gesagt, den Kurs siehst du eh erst am Dienstag - das ist also schonmal raus. Du hast morgen die Oberstufe, die musst du vorbereiten - na gut, das müsste klappen! ...und so geht man eben seine ellenlange To Do - Liste durch und verhandelt (meist sehr erfolgreich) einen Großteil der Aufgaben weg, bis ein überschaubares Feld übrig bleibt.

4. Depression: Es ist sinnlos!!! Das sind immer noch viel zu viele Aufgaben und der Abend ist durch die ganzen Gedankenspiele jetzt auch schon fast vorbei! Du bist die schlechteste Lehrerin der Welt, soviel ist sicher! Die Chefin wartet morgen nach der neunten Stunden bestimmt mit der Abmahnung, Millionen Eltern werden sich morgen Abend per Telefon über dich und bei dir beschweren (Schande, dann kann ich den Dienstagskurs gar nicht mehr korrigieren!). Es ist wirklich alles aussichtslos...


5. Akzeptanz: Okay, jetzt ist es nun einmal so. Dei innerer Schweinehund, das gute Wetter, Netflix und die Couch haben gewonnen. Es macht keinen Sinn, das jetzt noch schön oder noch schlechter zu reden. Du hattest tolle Ferien, wirst aber morgen wahrscheinlich ein Höllentag in der Schule haben - irgendwo zwischen "Häh, warum haben Sie die Klausur denn nicht korrigiert?", "Frau FA, die Aufgabe haben wir schon zweimal gemacht!" und "Gestern war Deadline - warum habe ich Dokument X nicht von dir erhalten?". Steh' es einfach durch, ändern kannst du es eh nicht mehr. Geh' schlafen.

Der Abschluss meiner persönlichen Prokrastinationsphase ist in der Regel der folgende Satz: In den nächsten Ferien mache ich das auf jeden Fall anders! Versprochen! (fragt mich nach sechs Wochen Sommerferien noch einmal!)

Da es dem einen oder anderen Abiturienten vielleicht in den letzten Wochen ähnlich ging, widme ich ihnen den nachfolgenden Kuchen (Backen hilft auch immer ganz toll beim Prokrastinieren...).

Blondies mit Erdbeer-Topping

100 g + 50 g weiße Kuvertüre
175 g weiche Butter
200 g Zucker
1 Prise Salz
3 Eier
200 g Mehl
2 TL Backpulver
250 g Erdbeeren

So geht's:

1. Heizt den Backofen auf ca. 175° vor. Schmelzt 100 g Kuvertüre mithilfe des Wasserbades. Während die Schokolade schmilzt, verrührt ihr schon einmal die Eier mit der weichen Butter und dem Zucker, bis das Ganze eine schöne, schaumige Masse ergibt. Gebt dann Die Kuvertüre dazu und verrührt alles gut. Zum Schluss gebt ihr noch das Mehl und das Backpulver zum Teig.

2. Legt nun eine eckige Backform mit Backpapier aus und gebt den Teig darauf. Backt eure Blondies nun für ca. 30 Minuten auf der mittleren Schiene. Lasst den Kuchen danach gut auskühlen.

3. In der Zwischenzeit wascht ihr schon einmal die Erdbeeren und schneidet sie in kleine Würfel. Gebt die Würfel dann auf den ausgekühlten Blondie und schmelzt dann die übrige Kuvertüre. Diese gebt ihr dann mit einem Löffel in einer schwungvollen Bewegung über den Erdbeer-Blondie - so dass ein schönes Streifen-Muster entsteht.

Frohes Prokrastinieren allerseits!







Freitag, 25. März 2016

Mottowoche - nur mit nem guten Frühstück: Bananenbrot mit DIY-Schokocrème

Wow, na so könnten die Wochen vor den Ferien bei mir gerne immer aussehen! Als Stufenleiterin des Abiturjahrgangs 2016 war es für mich keine Frage: Die letzte Schulwoche meiner Schäfchen, auch Mottowoche genannt, nehme ich natürlich mit und feiere Karneval hoch fünf! 
Denn für jeden Tag hatten meine Schüler ein kreatives Motto angesagt, also hieß es ordentlich basteln und nähen statt backen: Helden der Kindheit - Horror - Back to the roots - Pyjama - Asitag - ich war immer vorne mit dabei, wobei ich an die Kreativität meiner Schüler natürlich nur selten herankam, was manchmal daran lag, dass ich eben doch offiziell alt bin und die Kleinen meine Heldin der Kindheit, Mila Superstar - den Volleyballtraum aus Japan, einfach nicht kannten ("Frau FA, worum geht es in der Serie? Wirklich nur um Volleyball? Keine Monster, Vampirfreunde oder die Rettung des Weltfriedens?")
Manchmal lag es aber vielleicht auch an der eigenwilligen Auslegung des Themas - während mir am Horrortag 81 gruselige Püppchen, Zombies, AfD-Wähler und andere Untote begegneten, bin ich eben als Mathe-Zentralabi gegangen (ich habe mir sagen lassen, dass es da den einen oder anderen auch vor graust!). Ähnlich war es auch am Back to the roots - Tag, an dem ich als orientalische Prinzessin ging, von vielen Kollegen aber als Hippie oder Konkubine betitelt wurde - Unverschämtheit!

Ja, die lieben Kollegen haben an so manchem Tag meine Kostüme noch mehr genossen als ich, was ich zumindest in Aussagen wie "Ich wusste, dass so etwas in dir schlummert!" oder sexistische Übergriffe hineininterpretieren musste (ja, richtig - ich habe es durchaus mitbekommen, wenn mir jemand an mein Tiger-Pyjama-Schwänzchen gelangt wurde...).

Ihr merkt schon, dass ich eine Menge Spaß hatte - doch ihr fragt euch sicherlich, wie ich diese doch auch anstrengende Woche überstehen konnte - ganz einfach: Mit dem superleicht gebackenen Bananenbrot (ja, Bananen mussten wieder mal weg!) und einer fein-herben selbstgemachten Schokocrème!

Bananenbrot mit herber Schokocrème

für das Bananenbrot:
3 reife Bananen
300 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Ei
100 g brauen Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
5 EL Öl
(75 g Schokotropfen)

für die Schokocrème:
200 g Frischkäse
200 g Zartbitterschokolade
40 g Butter

So geht's:

1. Heizt den Ofen auf 175° vor und zerdrückt schon einmal die Bananen mit einer Gabel. Gebt das Bananenmus nun mit dem Ei, dem Vanillezucker und dem Zucker in eine Rührschüssel und verrührt es kräftig miteinander. Gebt nun das Öl und danach das Mehl, das Salz und das Backpulver dazu und verrührt alles gut. Ich habe zu meinem Bananenbrot übrigens noch 75 g Schokotropfen gegeben - weil ich, ihr wisst es, Schokolade eben so sehr liebe!

2. Gebt die Masse in eine Kastenform, die ihr übrigens vorab nicht zu fetten braucht. Backt das gute Stück nun für ca. 45 Minuten auf der unteren Schiene im Backofen. Lasst es danach noch etwa 10 Minuten auf dem Rost auskühlen und schüttelt es dann einfach aus der Backform.

3. Während das Brot noch im Ofen ist, könnt ihr euch schon einmal um die herbe Schokocrème kümmern, welche die Plörre von Philadelphia und Co. ganz fix oll aussehen lässt! Vermischt dazu einfach die über einem Wasserbad geschmolzene Schokolade mit der zimmerwarmen Butter und dem Frischkäse - und dann schnell damit zurück in den Kühlschrank.

Mein Tipp: Packt die Crème vor dem Genuss für eine Viertelstunde in den Froster und gebt sie dann am besten auf das noch lauwarme Brot - himmlisch und die perfekte Grundlage für eine anstrengende Woche!





Sonntag, 6. März 2016

Licht am Ende des (Stress-)Tunnels - Gugelhüpfchen mit weißer Schokolade und Zucchini



Huhu....ich lebe noch! Ja, man hätte das Gegenteil annehmen können, aber keine Sorge - "Hefte raus: Backen" ist nicht dem plötzlichen Blogsterben zum Opfer gefallen und auch mir als Privatperson geht es weiterhin ganz gut. Dennoch waren die letzten paar Wochen eine ganz schöne Berg- und Talfahrt: Meine aufgeregten Schüler sind auf der Zielgeraden in Richtung Abitur angekommen, die Klausurphase hatte mich wieder absolut fest im Griff und immer, wenn ich dachte: "Jetzt mal mit Ruhe bloggen!" - kam noch eine große Portion Freizeitstress oben drauf!

Daneben natürlich noch das Risiko, an dieser ollen "ich befalle nur junge, gesunde Menschen"-Grippe zu erkranken...doch, toi, toi, toi - alles gut überstanden bzw. gar nicht erst krank gewesen!

Und damit das auch so bleibt, gibt es heute, ganz ohne große Geschichte, ein ganz leises Küchlein, das Körper und Seele auch weiterhin zusammenhalten soll und an diesem grauen Sonntag ein paar Sonnenstrahlen einfangen konnte (siehe Fotos!).

Lasst euch von der Kombination Gemüse und Schokolade nicht abschrecken - der Kuchen wird durch die Zucchini super fluffig und lecker!

Weißer Schokoladen - Zucchini - Gugelhupf

100 g weiße Schokolade
190 g Butter
100 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 Eier
230 g Mehl
75 g gemahlene Mandeln
1 Päckchen Backpulver
16 EL Milch
1 Zucchini
150 g weiße Kuvertüre
etwas Haselnusskrokant

So geht's:

1. Hackt die weiße Schokolade fein und raspelt die Zucchini in feine Streifen. Gebt die Butter mit dem Zucker, dem Vanillezucker und die Eier in eine Schüssel und schlagt alles cremig auf.

2. Gebt nun das Mehl, das Backpulver, die Mandeln, die Schokolade, die Zucchini und die elendig vielen Esslöffel Milch (perfekte Menge - versprochen!) dazu und verrührt alles gut.

3. Füllt den Teig nun in eine gefettete Gugelhupfform (normale Größe - ich habe nur für die Fotos eine Miniform genommen) und backt den Kuchen für 50 - 60 Minuten bei 180°.

4. Lasst den Kuchen danach kurz auskühlen und nutzt die Zeit, um die Kuvertüre über dem Wasserbad zu schmelzen. Gießt diese danach über den Kuchen und bestreuselt den Gugelhupf mit einer ordentlichen Portion Haselnusskrokant.

Ihr werdet feststellen - nach ein paar Minuten und noch den ersten Bissen im Mund - strahlt auch für euch die Sonne wieder!



Sonntag, 14. Februar 2016

Ich feiere heute nicht den Valentinstag, sondern meine lieben Freunde!

Klar, seit gut einer Woche stehen im Internet und teilweise auch bei meinen Schülern alle Zeichen auf Valentinstag... man mag von diesem doch eher konsumorientierten Tag der Verliebten halten, was man mag, aber ich möchte ihn heute nutzen, um nicht meinen Liebsten oder die Liebe an sich zu feiern, sondern meine lieben Freunde.

Unabhängig vom Datum kann ich auf so viele liebe Menschen in meinem Leben zählen - die stets ein offenes Ohr für mich und meine Geschichten haben, auf die ich mich egal zu welcher Tages- und Nachtzeit verlassen kann, die - auch wenn sie teilweise weit weg sind - doch so großen Anteil an meinem Leben nehmen und die tatsächlich einer der Gründe sind, warum ich doch so ein positiv eingestellter Mensch bin.

Deshalb, meine Lieben, (ich weiß, dass sich die Richtigen angesprochen fühlen) feiere ich heute euch und hoffe, ihr lasst euch dieses kleine Herztörtchen, wenn auch nur virtuell, schmecken - es ist mit extra viel Liebe gebacken.
Einen besonders großen Bissen möchte ich meiner lieben Freundin Svenja widmen, die mich auf die Idee zu diesem Kuchen gebracht hat - vor ein paar Wochen erreichte mich nämlich ein kleines Päckchen aus dem fernen BaWü - mit einer lieben Karte und der Hauptzutat des heutigen Törtchens: köstliche karamellisierte Mandeln in Schokolade gegossen.

Viel Spaß beim Nachbacken und genießt den herrlichen Tag mit lieben Freunden!

Karamellisiertes Mandeltörtchen mit Schokoladen-Topping

100 g gehackte Mandeln
20 g Butter
4 EL Zucker
3 EL Honig
1/2 TL Salz
240 g Mehl
2 TL Backpulver
2 Eier
125 ml Pflanzenöl
100 ml Milch
50 g Vollmilchkuvertüre
1 Tafel Ritter Sport Honig-Salz-Mandel

So geht's:

1. Gebt die Butter in eine Pfanne und kurz darauf den Zucker, das Salz und den Honig dazu. Wenn die Masse heiß wird, dann kommen die Mandeln dazu und nun lasst ihr die Masse karamellisieren, bis die Mandeln goldbraun sind.

2. In der Zwischenzeit vermischt ihr die übrigen Zutaten in einer Schüssel miteinander - bis auf die Schokolade: Die könnt ihr aber schon einmal kleinhacken.

3. Gebt nun die karamellisierten Mandeln zum Teig und verrührt alles gut. Füllt den Teig nun in die Förmchen und backt die guten Stücke bei 200° (Umluft) für ca. 15-20 Minuten.

4. Nachdem die Kuchen ein wenig abgekühlt sind, könnt ihr die geschmolzene Kuvertüre darübergeben und dann die zerhackte Schokolade darüber rieseln lassen.

Tipp: Besonders süß sieht es aus, wenn ihr statt regulärer Muffinförmchen Herzförmchen nehmt!






Sonntag, 31. Januar 2016

Mit Granatapfel, Schoki und Vanille gegen den Winter-Blues

Für den ein oder anderen Schüler hat er spätestens am Freitag mit der Herausgabe der Halbjahreszeugnisse begonnen - der Winter-/Schlechtwetter-/"Oh mein Gott, schaff ich die Versetzung"-Blues...

...deshalb habe ich mir heute ganz fest vorgenommen, euch (und vielleicht auch ein bisschen mich) aus dem trüben Muff an diesem Wochenende herauszuholen - WIE? Na ganz klar nicht mit pseudomäßig aufmunternden Phrasen, sondern mit meinem persönlichen Highlight - dem Vorläufer aller Zeugnisbemerkungen und ein bei uns an der Schule doch immer seltener werdendes Gut - den Klassenbucheinträgen.

Und das soll witzig sein? Auf jeden Fall, zumindest, wenn ich mir meine Sammlung an Sprüchen anschaue, die ich über die Jahre so aufgeschnappt oder in Vertretungsstunden aus den Klassenbüchern fremder Klassen abgepinnt habe - am Schluss verrate ich euch dann auch noch meinen Lieblingseintrag, den ich tatsächlich einmal so aufschreiben musste!

Bei den meisten dieser Einträge kann man davon ausgehen, dass vorab schon einige Male ermahnt wurde - so schnell landet man nicht im Klassenbuch - dennoch liest sich diese Ansammlung an "Straftaten" doch sehr gut...

"T. nimmt vom Schrankinneren aus am Unterricht teil." - Vielleicht konnte er sich dort einfach besser konzentrieren...und keine Sorge, unsere Schränke sind doch sehr geräumig.

"A. schluckt Teile des Physik-Experiments als Mutprobe." Keine Sorge, es war zum Glück nichts Gefährliches, aber wie man auf die Idee kommt, so Dekokügelchen zu verzehren, ist mir immer noch ein Rätsel.

"S. belästigt K. mit ständigem Angähnen." - Vielleicht war weniger das Gähnen das Problem, sondern mehr die Atemluft vor der ersten großen Pause?

"J. täuscht Husten vor." - ohne Worte.

"T. kann dem Unterricht durch die intensive Rückenmassage ihrer Freundin nicht mehr folgen." - Schüler müsste man sein.

"I. muss aus dem Unterricht entlassen werden, da sie sich mit einem Marker den Lidstrich nachgezogen hat und nun ein Brennen verspürt." - habe ich zu meiner eigenen Schulzeit auch einmal erlebt, allerdings "nur" mit einem Stabilo-Feinmarker.

"G. schafft es, sich während des Unterrichts sieben verschiedene Frisuren zu machen." - naja, wenn es mit dem Abitur dann doch nicht klappt, ist die Karriere immerhin gesichert...dieser Eintrag lässt sich übrigens nur noch steigern durch "G. schneidet U. die Haare im Unterricht" - na wenn schon, denn schon!

Diese Liste könnte noch unendlich weitergehen, aber ich könnte mir vorstellen, dass ihr auf der Grundlage der Überschrift schon ein wenig Hunger bekommen habt, weshalb ich euch mein Schokoküchlein heute nicht länger vorenthalten möchte.

Schokokuchen mit Granatapfel und Vanillepudding-Klecksen

300 ml Sahne
200 ml Milch
1 Päckchen Vanillepudding
5 Eier
250 g + 3 EL Zucker
4 EL Backkakao
1 Päckchen Vanillinzucker
100 ml Öl
250 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1/2 Granatapfel

So geht's:

1. Bereite den Vanillepudding gemäß Packungsangabe mit 200 ml Sahne und 200 ml Milch und 3 EL Zucker zu und lass ihn danach ein wenig im Topf abkühlen.

2. Trenne die Eier und schlage die Eiweiß mit einer Prise Salz steif. Verrühre das Eigelb in einer anderen Schüssel mit dem übrigen Zucker, dem Vanillinzucker und dem Öl. Gib nun das Mehl, das Backpulver, den Backkakao und die übrigen 100 ml Sahne dazu und verrühre alles gut. 

3. Hebe nun das Eiweiß vorsichtig unter den Teig und fülle diesen in eine rechteckige Form (ca. 20x30cm), die du vorab mit Backpapier auslegst. Gib nun immer kleine Kleckse des Vanillepuddings obendrauf und bestreue den nun "scheckigen" Teig mit den Granatapfelkernen, die du vorher durch Klopfen auf die Schale herausgelöst hast.

4. Backe den Kuchen nun für ca. 35 Minuten bei 185° und genieße das gute Stück am besten noch lauwarm mit einer heißen Tasse Tee und Blick auf das graue Mistwetter - und schon ist der Blues ein wenig erträglicher!

Jetzt will ich euch natürlich nicht meinen persönlichen Lieblingseintrag vorenthalten. Im Sommer musste ich in Klasse 9 tatsächlich einmal Folgendes ins Klassenbuch eintragen: "G. kommt eine halbe Stunde zu spät zum Unterricht, da er sein Würstchen fertiggrillen musste." :-)




Dienstag, 19. Januar 2016

Die guten Vorsätze im Blick: Brownie-Zitronen-Cheesecake

Am vergangenen Sonntag war doch tatsächlich der offizielle Tag des "die guten Vorsätze über Bord Werfens" - unglaublich, oder?

Natürlich habe auch ich mich ein paar Minuten hingesetzt und bin in mich gegangen, um mich zu erinnern, was ich mir am Zürichsee für 2016 vorgenommen habe: Und NOPE! Da mach ich nicht mit, sondern halte doch noch etwas an meinen Vorsätzen fest - vor allem an dem, meine lieben Kollegen und Freunde mit noch mehr Gebackenem zu verwöhnen!

Da ich jedoch genug Kollegen habe, deren Vorsatz neben "Who the f**k cares?" in jedem Fall das Einschränken der Zucker- und Kalorienzufuhr ist, gibt es heute etwas für die Schwachen, die sich den köstlichen Leckereien ohne Einschränkung hingeben möchten und denjenigen, die (ähnlich wie ich) noch stark bleiben wollen!

Wie das in einem Kuchenstück funktionieren soll? Na ganz klar: Der zuckersüße Brownieboden gehört den Zuckerjunkies, der zitronige Magerquark-Cheesecake den (noch) Kalorienbewussten - viel Spaß beim Teilen und/oder alleine Genießen!

Brownie - Zitronen - Cheesecake

Brownie-Boden:
60 g Butter
50 g Mehl
60 g Zartbitterschokolade
100 g Zucker
1 Ei
30 ml Milch

Cheesecake:
25 g weiche Butter
250 g Magerquark
45 g Zucker
2 Eier
20 g Speisestärke
1 Päckchen Vanillezucker
Abrieb von zwei Bio-Zitronen
4 EL Zitronensaft

So geht's:

1. Lasst die Butter mit der Schokolade in einem Topf schmelzen und verrührt sie dann fix mit den anderen Zutaten in einer Rührschüssel. Füllt den Brownieboden nun in eine kleine Springform (18-20 cm Durchmesser) und backt ihn bei 180° für ca. 15 Minuten.

2. Reibt nun die Schale der Bio-Zitronen ab und presst den Saft heraus. Gebt nun beides zu den übrigen Zutaten und verrührt es zu einer glatten Masse, die ihr nach den 15 Minuten direkt auf den vorgebackenen Brownieboden gebt und  dann zusammen noch einmal 40 Minuten backt.

Was? Das war's schon? Richtig - der Kuchen ist wirklich ganz fix zubereitet! Falls ihr euch bei meinen Fotos wundert - ich habe das Kalorienniveau noch einmal in die Höhe gepeitscht , indem ich vor dem Backen noch ein paar Brösel von übrig gebliebenem Schokobiskuit drüber gegeben habe. Wer die kalorienarme Alternative sucht, kann natürlich statt zusätzlicher Schokolade auch ein paar frische Zitronenscheiben mitbacken - ist auch richtig lecker!




Sonntag, 10. Januar 2016

Nach den Ferien ist vor den Ferien - mein Südsee-Traum a.k.a. das Bounty-Törtchen


Naja, ein Winterschlaf war es nicht, aber die Weihnachtsferien bin ich einfach mal ein wenig abgetaucht, habe die Seele baumeln lassen, Weihnachten und Silvester genossen und leider zum Schluss auch noch einmal ordentlich korrigieren müssen.

Aber nun hat mich das Schulchaos seit Donnerstag wieder und da dachte ich mir: Nach den Ferien ist vor den Ferien und so gebe ich mich zwischen Erwartungshorizonten, Vokabeltests, Madame Bovary und den letzten Französischarbeiten doch schon so ein wenig der Planung meiner Sommerferien hin....gedanklich blieb ich dabei irgendwie direkt in der Südsee hängen und hatte Tagträume irgendwo zwischen Raffaello - Werbespot und dem Roman "Meuterei auf der Bounty" (keine Ahnung warum!)

Tja, und was macht man, wenn einen dann die Lust auf Schokolade und Kokos packt - man macht sich an ein Express-Bounty-Törtchen, was (versprochen!) innerhalb von einer Dreiviertelstunde auf eurem Kaffeetisch steht.

Genießt die herrliche Wintersonne und träumt euch mit diesem kleinen Goldstück in Richtung Südsee - Meuterei ist bei diesem leckeren Törtchen ausgeschlossen!


Bounty - Törtchen

65 g weiche Butter
40 g brauner Zucker
1 Ei
1 EL Backkakao
100 g Mehl
1 EL Milch
1 TL Backpulver
250 g Vollmilchkuvertüre

für die Füllung:
150 ml Milch
2 EL Grieß
40 g Butter
40 g Zucker
1 Fläschchen Vanillearoma
50 g Kokosraspeln

So geht's:

1.Heizt den Backofen auf 180° vor. Schlagt nun Butter, Zucker und das Ei schaumig. Rührt nun das Mehl, das Kakaopulver, die Milch und das Backpulver unter.

2. Gebt den Teig nun in eine Springform (18-20 cm Durchmesser) und backt den Boden nun für ca. 20 Minuten.

3. Erhitzt die Milch mit der Butter, dem Zucker, dem Vanillearoma und dem Grieß. Lasst das Ganze kurz aufkochen und gebt dann schnell die Kokosflocken dazu. 

4. Diesen dickflüssigen Brei gebt ihr nun auf den leicht ausgekühlten Tortenboden (ich habe dazu den Rand der Springform dran gelassen).

4. Lasst zum Schluss die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und überzieht den Kuchen damit. Wer möchte, gibt noch ein paar Kokosflocken oder kleingeschnittene Bountys obendrüber.

Psst...wer nicht warten möchte, bis die Kuvertüre getrocknet ist: Ihr werdet es nicht bereuen! :-)